Auf vier im Babylon gefundene Keilschrifttafeln sind Rezepte eingraviert. Jetzt haben Assyriologen die 4000 Jahre alten Küchengeheimnisse nachgekocht.

Siavosh Cheraghpour

words from founder

I

m Jahr 2015 haben wir unser Restaurant “Libelle“ im Herzen der Kölner Südstadt eröffnet und bereiten seitdem Tag für Tag frische und leichte Gerichte für Sie zu. Leichte Essen – für uns sind da Gerichte, die ein wohliges Gefühl erzeugen, die durch ihre Frische überzeugen, gut verträglich und doch kein bisschen langweilig sind. Ganz im Gegenteil – unsere abwechslungsreiche Küche überrascht mit eigenen Kreationen, beeinflusst durch die persische und südeuropäische Kochkunst. Sowohl vegane als auch vegetarische Spezialitäten, Fleisch- und Fischgerichte stehen auf unserer Speisekarte. Wir verwenden nur ausgewählte Zutaten keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker und können auch auf Unverträglichkeiten eingehen.

Unser Restaurant trägt den Namen „Libelle“, weil ich mit diesen schillernden Insekten Natürlichkeit und Frische assoziiere. In meiner Kindheit im Süden des Irans bin ich oft zu den umliegenden Seen gelaufen und habe dort die Libellen beobachtet. Zum einen sind mir diese Spaziergänge in die Natur in solch einer schönen Erinnerung geblieben, dass mir die Libellen bis heute ein Gefühl der Leichtigkeit und Natürlichkeit vermitteln. Zum anderen habe ich beim Beobachten der bunten Tiere gelernt, dass die Larven sich mächtig anstrengen müssen, um an der Wasseroberfläche zu schlüpfen. Auch unser Weg hin zum eigenen Restaurant war kein leichter und so soll der Name „Libelle“ auch daran erinnern, dass sich solche Mühen manchmal lohnen können.   

geschichte von persische Küche

Ghormeh Sabzi

Ghormeh Sabzi (persisch قُرمه‌سبزی, „Grüner Eintopf“) ist ein traditionelles persisches Gericht. Es besteht aus drei verschiedenen Hauptkräutern (Petersilie, Bockshornklee und Ackerlauch). Zudem kann man Blattspinat, Dill, Koriander und Schnittlauch hinzugeben[1]. Weiterhin gehören (rote) Bohnen dazu, die über einen längeren Zeitraum in Öl und Wasser gegart werden, bis das Öl an der Wasseroberfläche steht. Weitere Zutaten sind wahlweise Rind-, Hühner- oder vornehmlich Lammfleisch und getrocknete Limetten. Dazu wird Reis oder Tahchin (Reiskuchen) serviert.

Fesenjan

Fesendschān (englisch Fesenjan, persisch خورشت فسنجان oder خورش فسنجان Choresch(t)-e Fesendschān, DMG ḫoreš(t)-e fesenǧān, ‚Fesendschān-Eintopf‘) ist ein Gericht aus der Persischen Küche. Fesendschān ist ein sämiges, geschmacklich süßlich-herbes Schmorgericht, das auf der Basis von Granatapfelsirup, gemahlenen Walnüssen („Bazha“), Advieh (persische Gewürzmischung), ersatzweise auch Kurkuma, sowie Zwiebeln und Tomatenmark beruht. In der Hauptsache wird das Gericht mit einer zerlegten Flugente angereichert.Gelegentlich wird Hühnchen verwendet. In seltenen Fällen wird Fisch oder Rindfleisch verwendet. Im fertig gekochten Zustand hat das Gericht eine dunkelbraune Soße.

Abgusht

Ābguscht oder Abgusht (englisch auch Abgoosht, persisch آبگوشت, DMG Ābgūšt) ist eine persische, aber auch mesopotamische Schmorfleischsuppe. Diese wird auch „Dizi“ genannt, wenn sie in einem traditionellen Tontopf gefertigt wird. Zutaten für Ābgusht sind für gewöhnlich Lammfleisch, Kichererbsen, weiße oder andere, Kidneybohnen ähnliche Bohnen, Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten, Kurkuma und getrocknete Limetten. Weitere Variationen sehen Schlangenbohnen vor.[1]

Die Zutaten werden vermischt und aufgekocht. Die festen Zutaten werden sodann püriert und mit Brühe serviert. Diese wird in einer eigenen Schüssel gereicht mit Nān-e Lavāsch oder „Nān-e Barbari“. Das Fladenbrot wird in kleine Stücke zerteilt und die Brühschüssel damit aufgefüllt, bis die Brühe vollständig aufgesogen ist.